Freigelassener Uhu im Wildwald verhungert

Uhu

Freigelassener Uhu im Wildwald verhungert

  • Voliere im Wildwald Vosswinkel geöffnet
  • "Tierrettern" fehlt Hintergrundwissen
  • Fälle von Freilassungen häufen sich

Im Wildwald Vosswinkel bei Arnsberg ist ein toter Uhu gefunden worden. Wie der Park am Dienstag (26.11.2019) mitteilte, haben Unbekannte den Vogel offenbar vor einigen Tagen aus seiner Voliere freigelassen. Das Tier ist verhungert.

Uhu bekam Gnadenbrot

Schlechte Haltungsbedingungen an anderen Orten sorgen dafür, dass Behörden häufig Uhus und andere Greifvögel beschlagnahmen. Sie kommen dann zur Pflege in den Wildwald Vosswinkel.

"In einer Greifvogelstation wird versucht, sie aufzupäppeln und auf lebende Beute zu trainieren. Gelingt das nicht, kommen die Tiere zu uns, um nicht eingeschläfert zu werden“, so Wildwald-Betriebsleiterin Anneli Noack.

Fehlendes Wissen ist ein Problem

Schilder weisen auf die Gründe der Haltung hin. Die Volieren dieser Nachtgreifvögel zu öffnen, komme einem Todesurteil gleich. Vor wenigen Tagen gab es dann auch traurige Gewissheit: Der sieben Jahre alte Uhu wurde tot aufgefunden.

Die Fälle von Freilassungen häuften sich zuletzt. Einem Uhu-Weibchen hatten Unbekannte bereits vor einem Jahr die Voliere geöffnet. Ein von Hand aufgezogener Waldkauz wurde im Wildwald Vosswinkel noch im Januar auf ähnliche Weise freigelassen. Der Wildwald geht von selbst ernannten Tierschützern aus.

Stand: 26.11.2019, 16:54