Wildcamping: Die große Freiheit in NRW

VW-Bus mit Kajak am Strand

Wildcamping: Die große Freiheit in NRW

  • Möglichkeiten für Wildcamping in NRW
  • Online-Plattformen helfen bei der Suche
  • Umweltschutz unbedingt beachten

Mit dem Wohnmobil oder dem Bulli durch Deutschland fahren und einfach an einem hübschen Fleckchen bleiben, wo es einem gefällt - das ist wohl der Traum vieler Camper. Auch in NRW gibt es Stellplätze, an denen "Wildcamping" abseits voll ausgestatteter Campingplätze möglich ist: zum Beispiel in Dinslaken am Rotbachsee oder in Minden am Pumpwerk unter einer Flussbrücke.

Online-Angebote für die Stellplatz-Suche

Online-Plattformen helfen bei der Suche nach einem geeigneten Stellplatz. Die Seite "park4night" zeigt zahlreiche, kostenlose Plätze in freier Natur und auf privaten Flächen an. Geheimtipps sind diese Orte oft aber leider nicht mehr und können im schlechtesten Fall bereits überlaufen sein.

Auf den Seiten "Landvergnügen" und "VanSite" können Camper freie Flächen in der Natur über Privatleute mieten. Das ist weniger spontan, garantiert den Campern aber einen Platz. "VanSite"-Gründer Sebastian Siegbert ist selbst Wildcamper aus Leidenschaft: "Wir wollen eine neue Möglichkeit zum Reisen bieten, abseits vom Massentourismus und ausgetretenen Pfaden. Die Leute sollen das Gefühl bekommen, dass sie mit ihrem Camper in freier Natur ihre Zeit verbringen und einfach mal entspannen können."

Camper sollten autark sein

Wildcamping bedeutet auch, minimalistisch und nachhaltig zu reisen. Das Erlebnis in der Natur steht im Vordergrund. Es gibt keine Annehmlichkeiten wie auf einem Campingplatz, dafür aber auch keine lauten Platznachbarn oder andere Camper, die die Aussicht versperren.

Camper sollten beim Freistehen in der Natur eigene Sanitäranlagen und Kochgelegenheiten haben. Offenes Feuer oder Grillen im Freien schadet der Natur und sorgt an heißen Tagen für erhöhte Brandgefahr. Keinen Müll zurückzulassen oder Lärm zu machen, sollte selbstverständlich sein.

Neue Reisefreiheit genießen

WDR 4 Mittendrin - In unserem Alter 27.06.2020 11:47 Min. Verfügbar bis 27.06.2021 WDR 4 Von Michael Westerhoff


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Wildes Zelten ist nicht überall erlaubt

Die Regelungen dafür unterscheiden sich in Deutschland je nach Bundesland. In Naturschutzgebieten ist wildes Zelten generell verboten, in anderen Bereichen können Schilder auf ein solches Verbot hinweisen. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 500 Euro.

In NRW ist Wildcamping nicht ausdrücklich verboten, es ist aber immer ratsam, den Grundstücksbesitzer um Erlaubnis zu fragen. Sebastian Peitz aus Delbrück vermietet seine Wiese über "VanSite": "Wir fahren selbst schon seit 20 Jahren mit dem Bulli quer durch Europa und fanden die Idee gut, Wildcamping auch für andere Leute zugänglich zu machen. Wir haben mit unserer Wiese die Möglichkeiten und teilen gerne." Auch Landwirte oder Förster kennen sich oft gut in ihrer Gegend aus und wissen, wem welches Land gehört.

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Stand: 04.07.2020, 11:00