Lügde-Ausschuss im NRW-Landtag: Zeugin belastet Jugendämter

Der NRW-Landtag in Düsseldorf

Lügde-Ausschuss im NRW-Landtag: Zeugin belastet Jugendämter

Eine wichtige Zeugin hat im Untersuchungsausschuss zum sexuellen Kindesmissbrauch in Lügde ausgesagt. Es habe schon früh Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung gegeben.

Die Zeugin ist Mitarbeiterin des Jobcenters im niedersächsischen Hameln. Nach ihren Worten hatte eine Kollegin aus Blomberg den Eindruck gehabt, dass durch den inzwischen verurteilten Haupttäter eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte.

Warnungen wurde nicht nachgegangen

Daraufhin seien bei der Zeugin - so wörtlich - "alle Alarmglocken angegangen". Sie erstattete Anzeige beim Jugendamt Hameln. Der CDU-Obmann im Untersuchungsausschuss, Dietmar Panske, sagte, der sexuelle Missbrauch hätte viel früher verhindert werden können. "Bereits 2016 war sicherlich der späteste Zeitpunkt, an dem das Leid der Kinder hätte beendet werden müssen", so Panske. Solche Meldungen dürften nicht in irgendwelchen Prozessen und Behörden verschwinden.

Trotz mehrfacher Nachfragen der Zeugin sei das Pflegekind nicht in Obhut genommen worden.

Stand: 09.12.2020, 16:04