Westfleisch will alle Arbeiter selbst einstellen

Außenansicht des Fleischverarbeiters Westfleisch

Westfleisch will alle Arbeiter selbst einstellen

  • Verzicht auf Werkverträge
  • Umstellung bis zum Jahresende
  • Nummer zwei im Fleischmarkt

Deutschlands zweitgrößter Schlachtbetrieb Westfleisch will bis Ende des Jahres auf Werkvertragsanbieter verzichten und alle Mitarbeiter selbst einstellen. "Das gilt unabhängig davon, was der Gesetzgeber in den kommenden Monaten in dieser Hinsicht beschließen wird", erklärte Vorstandsmitglied Johannes Steinhoff in einer am Dienstag (23.06.2020) veröffentlichten Mitteilung.

Viele Werksarbeiter mit Corona infiziert

Vor dem Ausbruch von Corona-Infektionen bei Marktführer Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte Anfang Mai das Westfleisch-Werk in Coesfeld vorübergehend schließen müssen. Auch dort hatte sich eine große Zahl von Werksarbeitern infiziert. Außerdem wurden auch in einem Werk einer Westfleisch-Tochter in Niedersachsen Arbeiter positiv getestet.

7,7 Millionen Schlachtungen

Tönnies ist mit einem Marktanteil von gut 30 Prozent das mit Abstand größte Schlachtunternehmen in Deutschland. Im vergangenen Jahr kam es auf 16,7 Millionen geschlachtete Schweine, Nummer zwei der Branche ist Westfleisch mit 7,7 Millionen Schlachtungen.

Stand: 23.06.2020, 13:47