Westfleisch übernimmt 3.000 Werkvertrags-Arbeiter

Zwei Männer mit Mundschutzmasken vor einem Eingang

Westfleisch übernimmt 3.000 Werkvertrags-Arbeiter

Beim Unternehmen Westfleisch sollen ab Januar alle Mitarbeiter in der Schlachtung und Zerlegung dem Stammbetrieb angehören - nicht mehr externen Werkvertragsfirmen.

Grundlage ist ein Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), teilte Westfleisch am Donnerstag in Münster mit. Demnach will Westfleisch rund 3.000 Beschäftigte, die bisher bei externen Werkvertragsunternehmen angestellt waren, eingliedern.

Weitere Mitarbeiter wechseln

Ebenso in die Stammbelegschaft wechseln sollen rund 1.000 Menschen, die bislang noch bei konzerneigenen Dienstleistungsgesellschaften angestellt waren.

Tarifvertrag mit sechs Lohnstufen

Bezahlt werden sollen die Beschäftigen auf der Grundlage von sechs Lohnstufen, dabei liege die niedrigste oberhalb des gesetzlichen Mindestlohnes, teilte der Fleischkonzern weiter mit. In dieser niedrigsten Kategorie arbeiteten demnächst weniger als 20 Prozent aller 7.000 Beschäftigen, die ab Januar dem Mutterhaus angehören.

Corona gab den Ausschlag

Der Abschied von den umstrittenen Werkverträgen wurde ausgelöst durch zahlreiche Corona-Infektionen unter den meist ausländischen Werkvertrags-Mitarbeitern. Betroffen war vor allem der Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld. Durch die zahlreichen Neuinfektionen wurden die Werkverträge und auch die Art, wie die Arbeiter untergebracht wurden, heftig kritisiert. Im Juni hatte Westfleisch daraufhin angekündigt, sich von den Werkverträgen verabschieden zu wollen.

Stand: 18.09.2020, 10:25

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