Westfalenstudie: Fachkräfte in der Region dringend gesucht

Westfalenstudie: Fachkräfte in der Region dringend gesucht

  • Südwestfalen verliert vor allem Junge an Großstädte
  • Der Industrie fehlen Mitarbeiter
  • Kooperation mit dem Ruhrgebiet soll helfen

In Westfalen fehlt in den nächsten Jahren besonders Personal aus den Bereichen Industrie, IT oder Pflege. Das ist das Ergebnis der Westfalenstudie des Berlin-Instituts, die am Dienstag (03.07.2018) in Berlin vorgestellt wurde. 

Sauerland verliert ein Viertel der Arbeitnehmer

Westfalen-Studie Arbeitnehmer

Der Studie "Eine Region, viele Aussichten" zu Folge werden der Märkische Kreis und der Hochsauerlandkreis in den kommenden 20 Jahren etwa ein Viertel ihrer Arbeitnehmer verlieren. Der Grund: Immer mehr Menschen wollen in Großstädten wie Dortmund, Münster oder Köln leben.

Studie empfiehlt stärkere Kooperation der Regionen

Selbst wirtschaftlich starke Orte wie Olpe oder Meschede leiden unter der Abwanderung der unter 30-Jährigen. Davon sind besonders stark die Gemeinden Schalksmühle, Ense und Brilon im Sauerland betroffen. Die Studie empfiehlt deshalb eine stärkere Kooperation der Regionen.

Studie: Arbeitskräfte auch in Südeuropa suchen

Das Ruhrgebiet könnte beispielsweise seine Uni-Absolventen noch intensiver an Unternehmen in Südwestfalen und Ostwestfalen vermitteln. Die Unternehmen könnten laut Studie durch flexiblere Arbeitszeiten und bessere Kinderbetreuung bei Bewerbern punkten. Außerdem biete es sich an, Arbeitskräfte auch in Südeuropa zu suchen, wo die Arbeitslosigkeit besonders hoch ist. 

Stand: 03.07.2018, 18:18