Ostwestfalen-Lippe: "Koma-Saufen" geht zurück

Junger Mann wird in Notaufnahme versorgt

Ostwestfalen-Lippe: "Koma-Saufen" geht zurück

Das so genannte "Koma-Saufen" bei Jugendlichen in OWL geht zurück. Das hat eine Auswertung der Krankenkasse KKH ergeben. Auch die Notaufnahmen der Krankenhäuser bestätigen das.

Das so genannte "Koma-Saufen" bei Jugendlichen geht langsam zurück. Das hat eine Auswertung der Krankenkasse KKH für OWL ergeben. Danach ist die Zahl der 12 bis 25-Jährigen, die wegen eines Alkoholrauschs oder psychisch bedingter Alkoholprobleme behandelt wurden, seit 2011 zurückgegangen, und zwar um fast fünf Prozent.

Und auch die Notaufnahmen der Kinderkliniken in Ostwestfalen-Lippe bestätigen das. In Bielefelds Kinderklinik Bethel ist in diesem Jahr noch kein einziger Jugendlicher mit einem Alkoholrausch eingeliefert worden, und im Klinikum Lippe kann man sich nicht einmal erinnern, wann das zum letzten Mal so war.

Positiver Trend der letzten Jahre

Noch vor sieben Jahren sah das ganz anders aus: Da schnellten die Zahlen der jungen "Rauschtrinker" um fast 30 Prozent in die Höhe. Mädchen schossen sich reihenweise mit den damals so beliebten Alko-Pops ab, Jungen mit Bier und Schnaps.

Die Aufklärungsarbeit in Sachen Alkohol an Schulen scheint gefruchtet zu haben. Ein weiterer Grund für den Rückgang des gezielten Betrinkens ist möglicherweise auch, dass Alkohol bei vielen Jugendlichen "out" ist - andere Drogen gelten als attraktiver.

Stand: 12.03.2018, 13:23