Dürrefolgen: Zu wenig Wasser für Schneekanonen im Sauerland

Schneekanone

Dürrefolgen: Zu wenig Wasser für Schneekanonen im Sauerland

  • Start der Skisaison im Sauerland noch nicht in Sicht
  • Speicherteiche für Beschneiungsanlagen nicht voll genug
  • Pisten-Betreiber warten auf Minustemperaturen

Nach dem trockenen Sommer müssen Skigebiete im Sauerland in der kommenden Skisaison mit künstlich erzeugtem Schnee besonders haushalten. Der Grund: Es fehlt an Wasser für den Kunstschnee.

Die Speicherteiche, aus denen die Schneekanonen und Beschneiungsanlagen gespeist werden, seien im Schnitt nur zu zwei Drittel gefüllt, sagte Susanne Schulten, Sprecherin der Wintersport Arena Sauerland.

Nicht alle Pisten beschneit

"Für eine Erstbeschneiung würde es reichen", sagte Schulten. Sie erwarte allerdings, dass in dieser Saison nicht alle der 83 dafür vorgesehenen Pisten beschneit würden.

Skigebiet Willingen

Das Skigebiet in Willingen im Winter 2015

Außerdem sei damit zu rechnen, dass die meisten Betreiber auf beständige Minustemperaturen warteten, bevor sie loslegten mit der Schneeproduktion: "Wenn das Wasser knapp ist, werden sie weniger Risiko eingehen, dass ihnen die Hälfte des Schnees wieder wegschmilzt."

Ein Start der Skisaison im Sauerland sei daher am ersten Advent-Wochenende (01./02.12.2018) noch nicht in Sicht. Auch wenn einzelne Betreiber bereits Schneehaufen vorproduziert hätten.

Sauerland: Ohne Kunstschnee kein Wintersport

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 23.10.2018 04:02 Min. Verfügbar bis 22.10.2019 WDR 5

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Kein Trinkwasser für Schneeproduktion

Unbegründet sei jedoch laut der Wintersport Arena Sauerland die Sorge, dass durch die künstliche Schneeproduktion die in diesem Jahr knappe Ressource Wasser zusätzlich verbraucht werde. Die Speicherteiche sammelten Niederschläge und speisten sich über das Jahr aus kleineren Quellen. Es werde weder Trinkwasser benutzt noch Grundwasser abgeschöpft, sagte Sprecherin Schulten .

Mega-Event Skispringen – Weltcupfieber im Sauerland Heimatflimmern 18.01.2019 44:01 Min. AD Verfügbar bis 30.12.2099 WDR Von Peter Scharf

Stand: 02.12.2018, 09:10