Studie: Wenig Verkehrstote in Arnsberg und Lüdenscheid

Wenige Verkehrstote in Arnsberg

Studie: Wenig Verkehrstote in Arnsberg und Lüdenscheid

Von Dirk Hammel

  • Nur 10 Städte in NRW schnitten so positiv ab
  • Dekra-Studie untersuchte Städte ab 50.000 Einwohnern
  • Raum für Radfahrer und Tempo 30 bringen Sicherheit

In den Innenstädten von Arnsberg und Lüdenscheid gab es ab 2009 über einen Zeitraum von sechs Jahren keine tödlichen Unfälle. Das ist ein Ergebnis der Dekra-Studie, die Städte in Nordrhein-Westfalen ab 50.000 Einwohner untersucht hat. Schlusslicht unter den südwestfälischen Städten ist dagegen Siegen.

Entschleunigung durch viele Tempo-30-Zonen

Wenige Verkehrstote in Arnsberg

Arnsberg punktete mit vielen Tempo-30-Zonen. Tempo 30 ist eine der Maßnahmen, um die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer als Unfallursache zu entschärfen. In allen Nebenstraßen der Arnsberger Hauptverkehrsadern sind Tempo-30-Zonen eingerichtet. Für den zunehmenden Radverkehr haben die Arnsberger Verkehrsplaner zusätzliche Schutzstreifen auf dem Asphalt markiert. Das Radwegenetz wurde ausgebaut, zum Beispiel mit dem Radexpressweg.

Mehr Kreisverkehre und A 46 als Umgehung

Gerade an Einfallstraßen entschleunigen Kreisverkehre. So wird aktuell ein Unfallschwerpunkt an der Autobahnausfahrt Uentrop durch einen Kreisverkehr entschärft. Insgesamt hat Arnsberg in den vergangenen Jahren mehrere Kreisverkehre an stark frequentierten Kreuzungen gebaut.

Weiterer Pluspunkt in Arnsberg: Die Autobahn 46 wirkt mit ihren sechs Ausfahrten im Stadtgebiet wie eine Umgehungstrasse. Der Berufsverkehr von einem Stadtteil in den nächsten wird so aus der Innenstadt herausgehalten.

Stand: 23.09.2019, 10:22