Weltrekordversuch statt Schützenfest in Freckenhorst

Die Schützen in Warendorf-Freckenhorst haben Großes vor. Sie wollen einen Weltrekord aufstellen. Freckenhorst soll der Ort mit der größten Schützenfahnendichte werden.

Die Freckenhorster Bürgerschützen haben nach einer Alternative zum Schützenfest gesucht. Denn Feiern mit Bier und Festzelt - das ist wegen Corona zurzeit nicht möglich. Aber auf das Gemeinschaftsgefühl und das Schützenfestflair wollen die Freckenhorster nicht verzichten und deshalb der Weltrekordversuch am 25. Juli.

Mindestens 250 Fahnen müssen hängen

Die Messlatte sind 250 Fahnen je 35 Quadratkilometer Ortsfläche. Für Freckenhorst bedeutet das, dass hier mindestens 250 Fahnen hängen müssen und zwar keine kleinen Wimpel. Das Rekord-Institut für Deutschland schreibt eine Mindestgröße von 90 mal 50 Zentimeter vor. Der zweitgrößte Schützenverein im Kreis Warendorf mit rund 1.400 Mitgliedern hofft, auf weit mehr als die erforderlichen 250 Fahnen zu kommen.

"Wir wollen den Rekord natürlich möglichst lange halten und darum die Messlatte für andere Vereine direkt sehr hoch legen", sagt Präsident Matthias Kalthöner. Schon jetzt freuen sich die Schützen auf den sicher folgenden Wettstreit in den Folgejahren – auch unter den Vereinen im Münsterland getreu dem Vereinsmotto der Freckenhorster "aus Liebe zur Heimat, aus Lust am Leben, aus Freude am Feiern".

Unabhängige Prüfer in Freckenhorst

Ob der Rekord geknackt wird, überprüfen unabhängige Juroren. Die gehen am eigentlichen Schützenfestsonntag durch Freckenhorst und zählen.

Schon das zweite Mal in Folge müssen die Schützenfeste wegen Corona überall im Land ausfallen. Viele Vereine wie der in Freckenhorst suchen sich pandemie-taugliche Alternativen.