Maria 2.0: Protestaktion zum Weltfrauentag in Münster

Maria 2.0: Protestaktion zum Weltfrauentag in Münster

Von Heike Zafar

  • Mit Protest Kirche erneuern
  • "Gleiche Rechte - gleiche Würde"
  • Frauenaktionen auch in Köln und Xanten

Rund 600 Frauen haben am Sonntag (08.03.2020) anlässlich des Weltfrauentags vor dem Münsteraner Dom protestiert. Ihre Forderung: Volle Gleichberechtigung in der katholischen Kirche.

In einem Sternmarsch sind sie aus allen Himmelsrichtungen zum Dom in Münster gezogen - ausgestattet mit Transparenten, Gitarren und Trillerpfeifen. Mit einem Gottesdienst, Gebeten und Liedern wollten sie zeigen, dass auch Frauen Priesterinnen sein können. Sie fordern Zugang zu allen kirchlichen Ämtern.

Dem Gegenwind aus Rom trotzen

"Gleiche Rechte und gleiche Würde sind unteilbar, für alle Menschen der Welt", sagt Maria 2.0 Mitbegründerin Andrea Voss-Frick. Auch wenn es Gegenwind aus Rom gebe.  „Wir starren nicht auf das, was die Amtskirche oder die Hierarchie sagt. Wer den Weg mitgehen will, soll ihn mitgehen und die Kirche erneuern“, so Voss-Frick in Münster.

Gleichgesinnte in Köln und Xanten

Auch auf dem Roncalli-Platz in Köln und vor dem Dom in Xanten gab es Protestaktionen der Frauen von Maria 2.0 und der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD). Allein in Köln demonstrierten rund 700 Menschen. "Ohne Ämter sind die Frauen nur Katholiken zweiter Klasse", sagte die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) in ihrem Grußwort.

Seit dem vergangenen Frühjahr haben die Gründerinnen von Maria 2.0 in Münster viel angestoßen. Deutschlandweit und in vielen anderen Ländern haben sich tausende Frauen ihren Aktionen angeschlossen. Im Frühjahr und Sommer soll es weitere Aktionen geben, unter anderem eine Protestwoche im Mai mit Gottesdiensten vor den Kirchen.

Maria 2.0: Katholische Frauen treten in den Kirchenstreik Aktuelle Stunde 12.05.2019 UT Verfügbar bis 30.12.2099 WDR Von Andrea Moos

Stand: 09.03.2020, 20:00