Weitere Anklage im Missbrauchsfall Münster

 Bei den Ermittlungen nach schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern steht ein Polizeibeamter vor der Gartenlaube, wo der vermutliche Haupttäter Teile seiner Server-Anlage unterbrachte (06.06.2020)

Weitere Anklage im Missbrauchsfall Münster

Im Missbrauchsfall Münster hat die Staatsanwaltschaft eine weitere Anklage gegen einen Tatverdächtigen erhoben.

Dem 35-Jährigen aus Heiligenhaus im Kreis Mettmann wird vorgeworfen, einen heute elf Jahre alten Jungen aus Münster bei drei Gelegenheiten schwer sexuell missbraucht zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Staatsanwaltschaft sieht Verbindung zum Hauptangeklagten

Bei dem Kind handelt es sich um den Ziehsohn des in einem weiteren Prozess angeklagten Hauptbeschuldigten in dem Ermittlungskomplex. Der 27-Jährige IT-Fachmann soll den Sohn seiner Lebensgefährtin selbst immer wieder vergewaltigt und anderen Männern für schwere sexualisierte Gewalttaten überlassen haben.

Seit November in Untersuchungshaft

Am Landgericht Münster laufen mehrere Gerichtsverfahren wegen der im Frühsommer 2020 ans Licht gekommenen Taten. Der nun Angeklagte war im November festgenommen worden, nachdem Handychats mit dem 27-Jährigen aus Münster ausgewertet worden waren. Der Mann bestreitet die Missbrauchsvorwürfe. Der jetzt angeklagte Mann ist der zehnte, den die Staatsanwaltschaft Münster angeklagt hat.

Stand: 20.01.2021, 10:09

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