Wassersport trotz Corona auf Sorpe möglich

Sorpesee - Wassersport

Wassersport trotz Corona auf Sorpe möglich

Von Heinz Krischer

  • Streit am Sorpesee ist entschieden
  • Regelung gilt für alle Seen in NRW
  • Kritik an Entscheidung

Wassersportler können ab sofort wieder auf allen Seen in NRW ihrem Sport nachgehen. Am Freitag (24.04.2020) gab die Bezirksregierung Arnsberg Seglern, Kanufahrern und Stand-Up-Paddlern grünes Licht. Die Regelung gilt aber nicht für Vereins-Sportler, sondern nur für individuelle Wassersportler.

Bis Donnerstag (23.04.2020) hatte das Ordnungsamt der Stadt Sundern Sportler vom Sorpesee vertrieben. Der See sei eine öffentliche Sportanlage und deshalb laut Corona-Schutzverordnung gesperrt, lautete die Begründung der Stadt. Dagegen hatten sich Betroffene gewehrt – und heute Unterstützung durch die Bezirksregierung Arnsberg bekommen.

Ausweichen auf dem See wie beim Spaziergang

Der Sorpesee mit seinen bewaldeten Ufern

Die Seen in NRW seien öffentliche Gewässer und keine Sportanlagen. Einzelne Sportler könnten sich auf dem See genau wie beim Spazierengehen ausweichen, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg. Das sei so auch mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt.

Die Stadt Sundern kündigte an, nächste Woche das Thema mit dem Ministerium erneut klären zu wollen. Denn ihre Bedenken seien groß.

Boote auf dem See suggerieren Normalität

So gebe es am Sorpesee nur zwei Stellen, an denen Sportler beispielsweise ihre Boote auf den See lassen könnten. Dort könnte es gerade am Wochenende voll werden – und ein Einhalten der Mindestabstände schwierig werden.

Außerdem würde eine Vielzahl von Booten und Sportlern auf dem See eine Normalität suggerieren, die es doch eigentlich noch nicht gebe, sagte ein Sprecher der Stadt Sundern.

Stand: 24.04.2020, 17:33