Waldbrand: Großeinsatz im Teutoburger Wald

  • Waldbrand zwischen Werther und Bielefeld
  • Feuerwehren elf Stunden im Großeinsatz
  • Mehrere Brandherde auf Kamm des Teutoburger Waldes

Mehrere Brände im Teutoburger Wald haben in der Nacht zu Sonntag (26.04.2020) einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Etwa 300 Feuerwehrleute aus Bielefeld und den Kreisn Gütersloh und Herford waren an die elf Stunden im Einsatz. Am Sonntagmorgen gab es einen letzten Alarm wegen eines wieder aufgeflammten Brandherdes und Nachlöscharbeiten.

Das Feuer hatte sich an mindestens drei unterschiedlichen Stellen im Wald zwischen Bielefeld und Halle ausgebreitet. Die Polizei geht daher von Brandstiftung aus. Zwei verdächtige Männer waren noch in der Nacht festgenommen und verhört worden. Sie sind wieder auf freiem Fuß.

Es wird weiter nach den Brandstiftern gesucht. Erste Zeugenhinweise seien eingegangen, so die Polizei. Ermittler würden die Brandstellen mit einem Hubschrauber von oben begutachten.

Großeinsatz bis Sonntagmorgen

Gegen 20 Uhr am Samstagabend wurden mehrere große Rauchsäulen auf dem Kamm des Mittelgebirgszuges weithin sichtbar. Polizei und Feuerwehr rückten mit 300 Einsatzkräften zur Brandbekämpfung aus.

Die Brandstellen verteilten sich in Richtung Halle, Werther und Bielefeld. Der Hermannsweg auf dem Kamm des Teutoburger Waldes war besonders von Glutnestern betroffen.

Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten, Löschwasser quer durch den Wald heranzuschaffen, sagte Jürgen Blomeier, Pressesprecher der Feuerwehr Gütersloh, dem WDR. Landwirte halfen mit Güllefässern und brachten bis zu 15.000 Liter Löschwasser in den Wald.