Wir alle zahlen für den Wald der Zukunft 

Von links: Prof. Christian Ammer, Hans-Friedrich Hardt vom Waldbauernverband, Heinz Kowalski vom Nabu und Staatssekretär Heinrich Bottermann

Wir alle zahlen für den Wald der Zukunft 

  • Umdenken in der Gesellschaft gefordert 
  • Wald der Zukunft ist bunt 
  • Waldbauern sollen unterstützt werden 

Wie können wir unseren Wald retten? Über diese Frage haben Experten aus dem NRW-Umweltministerium, Klimaforscher, Umweltschützer und Waldbauern beim Stadtgespräch von WDR 5 am Donnerstag (17.10.2019) in Netphen diskutiert. Es herrschte Einigkeit: Der Wald der Zukunft besteht aus vielen Baumarten. 

Amerikaner und Kanadier in heimischen Wäldern

Christina Günther im Gespräch mit Forstamtsleiter Diethard Altrogge

Christina Günther im Gespräch mit Forstamtsleiter Diethard Altrogge.

Bäume wie Buchen, Eichen oder Ahorn sollen aus den heimischen Wäldern nicht verschwinden. Allerdings sei eine gute Mischung nötig. Denkbar wäre auch, Bäume aus anderen Klimazonen anzupflanzen. Denn sie kommen deutlich besser mit längeren Trockenphasen zurecht. 

Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft NRW, forderte ein Umdenken in der Gesellschaft. "Jedes Mal, wenn CO2 ausgestoßen wird, wie zum Beispiel beim Fliegen, muss auch direkt ein Ausgleich stattfinden", sagte Bottermann.

Flugreisende sollen Baumprämie zahlen 

Von links: Prof. Christian Ammer, Hans-Friedrich Hardt vom Waldbauernverband, Heinz Kowalski vom Nabu und Staatssekretär Heinrich Bottermann

Von links: Prof. Christian Ammer, Hans-Friedrich Hardt vom Waldbauernverband, Heinz Kowalski vom Nabu und Staatssekretär Heinrich Bottermann

Über eine sogenannte Baumprämie werde bereits diskutiert. Durch das Anpflanzen neuer Bäume werde auch mehr CO2 gebunden. Die Kosten dafür zu übernehmen, sollte für die Gesellschaft selbstverständlich werden. 

Bund und Land wollen in den nächsten Jahren rund 650 Millionen Euro ausgeben, damit ein neuer Wald gepflanzt werden kann. Mit diesem Geld müssten auch Waldbauern unterstützt werden, deren Existenz bedroht ist. Experten gehen davon aus, dass sich die Borkenkäferplage noch bis ins Jahr 2023 fortsetzen wird.

Heinrich Bottermann zu Baumprämie

00:16 Min. Verfügbar bis 18.10.2020

Stand: 18.10.2019, 07:53