Marsberger züchten japanische Luxus-Rinder

Wagyu-Rinder aus dem Sauerland 04:11 Min. Verfügbar bis 18.07.2020

Marsberger züchten japanische Luxus-Rinder

  • Nischenprodukt statt Milchviehhaltung
  • Filet für 300 Euro pro Kilo
  • Fleisch für Spitzenköche und Gourmets

Ein junges Pärchen aus Marsberg-Giershagen will sich mit japanischen Luxus-Rindern eine Zukunft aufbauen: Die beiden Agrarwissenschaftler Christoph Willeke und Katrin Schütz züchten Wagyu-Rinder.

Wagyu-Rinder aus dem Sauerland

17 Wagyu-Rinder leben in Giershagen.

Wagyu-Rinder stammen ursprünglich aus Japan und sind über die USA auch nach Europa gelangt. Um eine Zucht aufzubauen, haben die Marsberger Embryonen bestellt. Die werden tiefgefroren angeliefert, aufgetaut und von Holstein-Frisean-Rindern als Leihmütter ausgetragen.

Nur Sauerland-Heu für die Luxus-Rinder

Wagyu-Rinder aus dem Sauerland

Wagyu-Züchter Christoph Willeke und Katrin Schütz

Die Wagyus bekommen ausschließlich Heu von sauerländischen Wiesen und ein bisschen Getreidemischung zu fressen. Aber keine Silage. Die Zertifizierung als Bio-Betrieb strebt das Züchterpaar nicht an – der bürokratische Aufwand sei zu hoch. 

Wagyu-Fleisch ist stark marmoriert und das Fett hat einen niedrigen Schmelzpunkt. Es ist das teuerste der Welt: Um die 300 Euro kostet ein Kilo Filet Wagyu bei den Marsbergern.

Fleisch trotz des Preises gefragt

Wagyu-Rinder aus dem Sauerland

Das von Fett durchzogene Muskelfleisch ist besonders.

Trotz des hohen Preises sind Christoph Willeke und Katrin Schütz schon jetzt zufrieden. Das Fleisch der Wagyu-Rinder ist in der Spitzengastronomie, bei BBQ-Fans und bei Gourmets begehrt.

Christoph Willekes Eltern haben in Marsberg-Giershagen einen konventionellen Milchviehbetrieb. Den hätte der Sohn nicht übernommen. Mit den Wagyus sieht das jetzt anders aus: Christoph Willeke und Katrin Schütz sind optimistisch, dass sie sich in der Nische „Wagyu-Zucht“ eine Zukunft aufbauen können.

Stand: 18.07.2019, 06:40