Knochentrocken: Wäldern und Talsperren fehlt Wasser

Matschiger Waldweg mit Wanderschuhen.

Knochentrocken: Wäldern und Talsperren fehlt Wasser

In den Wäldern, auf den Feldern und in den Talsperren in Südwestfalen fehlt das Wasser. 2020 war das dritte Jahr in Folge, in dem zu wenige Niederschläge gefallen sind.

Trotz der ausgiebigen Regen- und Schneefälle in den Tagen vor und um Weihnachten 2020 ist es zum Jahresbeginn in Südwestfalen viel zu trocken.

Matschiger Waldweg

Beim Querschnitt gut zu erkennen: Nur die oberen Bodenschichten sind durchnässt.

Dort, wo kein Schnee gefallen ist, liegt dicker Matsch auf den Wald- und Feldwegen. Das wirkt gut durchnässt. Doch der Eindruck täuscht: Bestenfalls ist die obere Bodenschicht bis 25 Zentimeter Tiefe feucht. In 1,80 Meter Tiefe sieht es ganz anders aus – und das ist entscheidend für viele Bäume.

Sonnenreich, warm und viel zu trocken

2020 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Deutsche Wetterdienst bilanziert: sonnenreich und vor allem im dritten Jahr in Folge viel zu trocken. Das hatte in Südwestfalen vor allem Folgen für die Wälder: Millionen Fichten sind abgestorben, große Flächen sind kahl.  

Wegen der Dürre hatten die Borkenkäfer in den Fichtenwäldern leichtes Spiel. Die Bäume könnten sich eigentlich gegen die Schädlinge wehren, indem sie sie verharzen. Dazu bräuchten sie aber Wasser und das fehlte.  

Knochentrocken in der Tiefe

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung liefert täglich Informationen darüber, wie feucht der Boden in 25 Zentimetern und 1,80 Meter Tiefe ist. Nach diesem Dürremonitor sind viele Flächen in allen fünf Kreisen nach wie vor extrem trocken.

Auch für die Talsperren haben die Regenfälle im Dezember keine Entspannung gebracht: Sie haben zurzeit 22 Prozent weniger Wasser als im langjährigen Mittel.

 

Stand: 04.01.2021, 08:34