Jungfernkranich läuft auf einer Wiese.

Vogelgrippe-Fall im Naturzoo Rheine: Keine weiteren kranken Tiere

Stand: 17.04.2023, 18:43 Uhr

Im Naturzoo Rheine ist bei einem Jungfernkranich die krankheitserregende Form der Vogelgrippe gefunden worden. Am Montag konnte das Veterinäramt etwas Entwarnung geben.

Mitarbeiter des Zoos hatten zunächst eine Erkrankung des Tieres festgestellt, die behandelt wurde. Als dann der Jungfernkranich trotzdem starb, wurde der Kadaver untersucht und dabei die Vogelgrippe-Infektion festgestellt, so der Leiter des Kreisveterinäramtes Christoph Brundiers. Das Veterinätamt hat außerdem 60 weitere Proben untersucht. Unter anderem von anderen Vögeln, die direkten Kontakt zum toten Kranich hatten. Aber auch von anderen Tieren im Zoo. Am Montag bestätigte das Veterinäramt: Diese Proben sind alle negativ.

Zoobereiche abgesperrt

Schon vorher hatte der Zoo Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Damit sich der Erreger der Vogelgrippe nicht weiter ausbreiten konnte, wurden einige Bereiche des Zoos abgesperrt. Dort dürfen keine Besucher hin. Außerdem wurden die Vögel so untergebracht, dass sie keinen Kontakt zu Wildtieren haben konnten. Diese Absperrungen sollen noch rund drei Wochen bestehen bleiben. Sie können erst aufgehoben werden, wenn erneute Tests auf die Vogelgrippe ebenfalls negativ sind, so der Kreis Steinfurt.

Zoo bleibt geöffnet

"Weil nach derzeitigen Erkenntnissen keine Gefahren für die Besucherinnen und Besucher bestehen, bleibt der Naturzoo Rheine weiter geöffnet", teilte der Kreis Steinfurt weiter mit. Der tote Jungfernkranich ist der erste Vogelgrippe-Fall im Kreis Steinfurt in diesem Jahr. Wie sich der Vogel angesteckt hat, ist weiterhin unklar.

Laborergebnisse nach Vogelgrippefall im Zoo Rheine

WDR Studios NRW 17.04.2023 00:42 Min. Verfügbar bis 17.04.2024 WDR Online


Über dieses Thema haben wir am 14.04.2023 und am 17.04.2023 in der Lokalzeit Münsterland auf WDR 2 und im WDR Fernsehen berichtet.