NS-Gedenkort in Münster kooperiert mit Washington

 Villa ten Hompel: Aussenansicht

NS-Gedenkort in Münster kooperiert mit Washington

Die NS-Erinnerungsstätte Villa ten Hompel in Münster vertieft ihre Kooperation mit dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington. Das teilte die Stadt Münster am Montag (11.02.2019) mit.

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 2020 solle die neue Washingtoner Wanderausstellung "Einige waren Nachbarn" in Münster gezeigt werden. Die Schau beleuchte die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust. Geplant sei auch eine gemeinsame Tagung zur Täterforschung im Oktober in Münster.

Tätergeschichte am Beispiel der Polizei

Die Direktorin des Holocaust Memorial Museum, Sara J. Bloomfield, bezeichnete die Villa ten Hompel den Angaben nach als "international wichtigen Ort der Forschung und musealen Vermittlung". Holocaust- und Tätergeschichte werde am Beispiel der normalen Polizei dargestellt, sagte Bloomfield in Berlin bei einem Treffen mit Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) und Vertretern der Villa ten Hompel.

In der Dauerausstellung in dem früheren Wohnhaus des Zementfabrikanten Rudolf ten Hompel (1878-1948) geht es unter anderem um die Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und um die Entnazifizierung.

Stand: 11.02.2019, 17:25