Corona-Tests: Unterstützung für Labore im Münsterland?

Ein Laborant arbeitet an Proben und untersucht diese auf Coronaviren

Corona-Tests: Unterstützung für Labore im Münsterland?

Die Corona-Test-Labore im Münsterland sind völlig überlastet. Sie könnten Hilfe bekommen von privatwirtschaftlichen Veterinär-Laboren. Diese haben ihre Unterstützung längst angeboten, vergeblich.

Der Haken: Die kleineren tiermedizinischen Labore können ihre Kosten bislang nicht mit den Krankenkassen abrechnen, anders als die humanmedizinischen Labore. Deren Kosten werden über die Kassenärztliche Vereinigung verrechnet.

Tiermedizinische Labore können nicht abrechnen

Die Kassenärztliche Vereinigung habe sich allerdings bislang nicht bereit erklärt, Veterinär-Labore in ihr System mit aufzunehmen, so Kerstin Kipschull, Mitarbeiterin eines Veterinär-Labors in Reken. Insofern können die tiermedizinischen Labore ihre Tests nicht über die Krankenkassen abrechnen.

Gleiche Tests durch wie humanmedizinische Labore

Zwar können Veternär-Labore die gleichen Corona-Tests durchführen wie konventionelle Labore auch. Kommunen, die größere Reihentests etwa unter bestimmten Berufsgruppen in Auftrag geben, zögern jedoch, sich an diese zu wenden. Denn es ist nicht klar, wer am Ende die Kosten übernimmt.

Situation wird sich verschärfen

Das sorgt in letzter Konsequenz dafür, dass sich die Situation wohl weiter verschärfen wird. Die "normalen" Labore sind an ihrer Belastungsgrenze. Die tiermedizinischen könnten helfen, dürfen aber nicht.

Labore unter Druck Lokalzeit Münsterland 30.09.2020 02:20 Min. Verfügbar bis 07.10.2021 WDR Von Christian Schweitzer

Stand: 02.10.2020, 20:00