Bundespräsident eröffnet Ausstellung zu Verschwörungstheorien

Bundespräsident Steinmeier eröffnet Ausstellung "Verschwörungstheorien"

Bundespräsident eröffnet Ausstellung zu Verschwörungstheorien

  • Steinmeier mahnt: Verschwörungstheorien gefährden Demokratie
  • Verschwörungstheorien aus neun Jahrhunderten
  • Öffentlich zugänglich ab dem 18.05.2019

Gut eine Stunde dauerte der Rundgang des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier am Freitag (17.05.2019) durch die neue Ausstellung im Museum Kloster Dalheim. Er hat die Sonderschau "Verschwörungstheorien früher und heute" persönlich eröffnet und ist dafür in den Kreis Paderborn, in die Nähe seiner alten Heimat gekommen.

Bundespräsident Steinmeier eröffnet Ausstellung zu Verschwörungstheorien

Von Markus Rinke

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat als Schirmherr am Freitag (17.05.2019) die Ausstellung "Verschwörungstheorien - früher und heute" eröffnet.

Bundespräsident Steinmeier eröffnet Ausstellung "Verschwörungstheorien"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Schirmherr der Ausstellung "Verschwörungstheorien - früher und heute" und hat die Ausstellung am Freitag (17.05.2019) eröffnet.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Schirmherr der Ausstellung "Verschwörungstheorien - früher und heute" und hat die Ausstellung am Freitag (17.05.2019) eröffnet.

Die "gefakte Mondlandung" ist eine der größten und wichtigsten Verschwörungstheorien unserer Zeit.

Frank Walter Steinmeier nahm sich gut eine Stunde Zeit für den Besuch der Ausstellung, eine weitere für den Empfang

Pünktlich um 16:00 Uhr traf der Bundespräsident in Lichtenau Dalheim ein.

Das ehemalige Kloster ist ein Museum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe.

Zur Eröffnung waren rund 600 Gäste geladen.

Neben den witzigen Verschwörungen, wie der "Bielefeld-Verschwörung", gibt es viele, die eine Gefahr für die Demokratie darstellen, so der Bundespräsident.

Verschwörungstheorien dienen auch dazu, komplexe Sachverhalte einfach darzustellen und einen Sündenbock zu finden. Gerade deshalb sei die Ausstellung so wichtig, so Steinmeier. Sie entlarve die Theorien und zeige das Prinzip.

Am Ende des Rundgangs trug sich der Bundespräsident in das goldene Buch ein.

Die Ausstellung ist bis zum 22.03.2020 in Lichtenau Dalheim zu sehen.

Verschwörungstheorien aus neun Jahrhunderten

Steinmeier ist Schirmherr der Ausstellung, die sich mit Verschwörungstheorien aus neun Jahrhunderten befasst - vom sagenumwobenen Templerorden über die Anschläge vom 11. September zu den Kondensstreifen am Himmel, mit denen die Bevölkerung angeblich vergiftet werden soll.

Die Macher der Austtellung wollen Muster aufzeigen, wie Verschwörungstheorien seit Jahrhunderten funktionieren. Und sie wollen über Theorien, die noch heute verbreitet sind, aufklären.

Steinmeier: Verschwörungstheoretiker fehle Vertrauen in die Demokratie

Der Bundespräsident lobte die Ausstellung - nicht nur aus Neugier am Kuriosem, sondern weil Demokratie auf Vernunft gründe. "Wir leben in einer Zeit, in der unsere demokratischen Werte in Misskredit geraten. Populisten verbreiten in vielen Ländern nicht nur alternative Wahrheiten, sondern offensichtliche Lügen und Verschwörungstheorien." Wer daran glaube, glaube nicht, dass er einen Einfluss auf die Willensbildung habe und könne auch kein Vertrauen in die Demokratie haben.

Fakten statt "Fake News"

Deshalb nannte Steinmeier die Auststellung besonders wichtig. Denn sie zeige, wie Verschwörungstheorien entstehen, wie sie funktionieren und entlarvt werden könnten. Für die Öffentlichkeit ist die Schau ab Samstag (18.05.2019) zu sehen.

Stand: 17.05.2019, 18:00