Archäologen finden Verhüttungswerkstatt aus der Eisenzeit

Archäologen entdecken Verhüttungswerkstatt 02:30 Min. Verfügbar bis 02.04.2020

Archäologen finden Verhüttungswerkstatt aus der Eisenzeit

  • Überreste eisenzeitlicher Öfen gefunden
  • Auch im Mittelalter wurde dort Eisen verhüttet
  • Öffentliche Führungen am Donnerstag (04.04.2019)

In Niederschelden haben Archäologen eine Verhüttungswerkstatt aus der Eisenzeit freigelegt. Sie haben dort Überreste von zwei Öfen entdeckt, in denen die Kelten vor mehr als 2.000 Jahren Eisen verhüttet haben.

Schmiedeareal direkt neben Verhüttung

Das Besondere an der Fundstätte ist die Dichte der Funde: Denn neben den zwei Öfen der Kelten gibt es daneben offenbar ein großes Schmiedeareal, an dem das Eisen weiterverarbeitet wurde.

Archäologie-Student, Ruhruniversität Bochum

Rund 1000 Jahre später, also im Mittelalter wurde an dem gleichen Platz hier wieder Eisen verhüttet. Auch davon gibt's Spuren, da sind sich die Archäologen vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und vom Deutschen Bergbaumuseum sicher.

Für Mitteleuropa einzigartige Fundstätte

Gerade die Kombination aus eisenzeitlichen und mittelalterlichen Überresten ist für den Archäologen Dr. Manuel Zeiler vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe besonders: "Das ist eine ganz bedeutende archäologische Fundstätte, wegen der Einzigartigkeit und der Dichte von 1000 Jahre Technologiegeschichte an einem Ort vergleichbar nebeneinander."

Am Donnerstag (04.04.2019) gibt es dort um 10:30 Uhr und 16:30 Uhr öffentliche Führungen an der für Mitteleuropa einzigartigen Fundstätte.

Stand: 02.04.2019, 16:56