Gerichtsverfahren gegen mutmaßlich rechtsextreme "Gruppe S."

Hände in Handschellen gefesselt

Gerichtsverfahren gegen mutmaßlich rechtsextreme "Gruppe S."

Zwei Männer aus Minden müssen sich am Oberlandesgericht Stuttgart wegen Gründung und Mitgliedschaft einer rechtsterroristischen Vereinigung verantworten.

Das Verfahren gegen die sogenannte "Gruppe S.", die vor einem Jahr aufgeflogen war, beginnt am 13. April. Die Terrorzelle, zu denen die Mindener offenbar gehörten, soll Anschläge auf Muslime, Politiker und Angriffe auf Moscheen geplant haben.

Das Ziel soll auch gewesen sein, 'bürgerkriegsähnliche Zustände' in Deutschland zu schaffen. Ein Spitzel hatte die Gruppe auffliegen lassen. Die Polizei fand damals bei den Razzien unzählige Waffen.

Gründer der Gruppe war Werner S. aus Bayern. Er soll die Mitglieder in verschiedenen Milieus und sozialen Netzwerken rekrutiert haben. Ein erstes reales Treffen hat es im September 2019 in Baden-Württemberg gegeben. Später traf sich die Gruppe auch in Minden-Lübbecke. Ein weiterer Mann aus dem Mühlenkreis hatte sich in der Haft das Leben genommen.

Mord an Zeugen beauftragt?

Bekannt wurde nun, dass der Hauptbeschuldigte gegen den Hauptbelastungszeugen einen Mord geplant haben soll. Nach ARD-Informationen wollte er einen Killer beauftragen und hatte einem mitinhaftierten Mafia-Mitglied 50.000 Euro geboten.

Die Verdächtigen waren bei Razzien im Februar 2020 in sechs Bundesländern festgenommen worden und in Untersuchungshaft gekommen.

Stand: 04.03.2021, 14:30