Symbolbild: Handschellen werden angelegt

Nach Geldautomaten-Sprengung: Mann in Untersuchungshaft

Stand: 20.01.2022, 13:19 Uhr

Neun Monate nach der Sprengung eines Geldautomaten in Steinhagen wurde am Mittwoch ein Verdächtiger nach Deutschland überstellt. Er wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Der 22-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft. Er soll im April 2021 bei der Sprengung eines Geldautomats in Steinhagen beteiligt gewesen sein. Außerdem soll er kurz danach bei einer Sprengungen bei Heidelberg dabei gewesen sein.

DNA-Spur liefert Polizei entscheidenden Hinweis

Bereits im November wurde der Mann in den Niederlanden festgenommen. Überführt wurde er über eine DNA-Spur am Tatort in Steinhagen. Nach einem europaweiten Abgleich führte die Spur zu dem Verdächtigen, der dann mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde.

Keine Beute bei Gealdautomaten-Sprengung in Steinhagen

Den Tätern gelang es damals nicht, den Automaten in Steinhagen zu sprengen. Sie mussten ohne Beute flüchten. Der 22-Jährige muss sich nun vor dem Landgericht Bielefeld verantworten.

Geldautomatensprenger nehmen immer wieder OWL in den Fokus. Beosnders in der Nähe der Autobahnen 2 und 33 kommt es zu nächtlichen Sprengungen. In Halle hatten deswegen Sparkasse und Volksbank im Sommer Filialen geschlossen.

Banden aus den Niederlanden stehen im Verdacht

Das Thema war Ende Juni sogar Anlass für eine Anhörung im Landtag in Düsseldorf. Im Jahr 2020 kamen laut LKA knapp 80 Prozent der Tatverdächtigen aus den Niederlanden.

Wohl auch aufgrund der gestiegenen Sicherheitsmaßnahmen und wegen des wachsenden Fahndungsdrucks im Nachbarland würden sie auf NRW ausweichen.

Automatensprengung mitten in Wermelskirchen

Lokalzeit Bergisches Land 16.11.2021 28:19 Min. Verfügbar bis 16.11.2022 WDR Von Gerlinde Spratte