Minden-Lübbecke: Mühlenkreiskliniken sagen Umstrukturierung vorerst ab

Medizinisches Personal versorgt einen Patienten im Krankenhaus

Minden-Lübbecke: Mühlenkreiskliniken sagen Umstrukturierung vorerst ab

  • Mühlenkreiskliniken stoppen voerst Umstrukturierung
  • Pläne hatten Diskussionen und Proteste ausgelöst
  • nach den Sommerferien soll weiter diskutiert werden

Die Mühlenkreiskliniken haben am Freitag (22.06.18) überraschend ihr umstrittenes Konzept zur Neuausrichtung gekippt. Grund seien die massiven Proteste dagegen, sagte der Vorstandsvorsitzende Olaf Bornemeier dem WDR. Durch die Diskussion um die Neuausrichtung hätten die Mühlenkreiskliniken zudem einen Image-Schaden erlitten, so Bornemeier.

Umfangreiche Veränderungen

Geplant war, am Standort Rahden unter anderem die Chirurgie und die Innere Medizin zu schließen. Im Gegenzug sollten dort Fachabteilungen für Psychosomatik und Suchttherapie eröffnen.

Das Krankenhaus in Bad Oeynhausen und die Auguste-Viktoria-Klinik sollten zudem an einem gemeinsamen Standort zusammengeführt werden und sich auf die Orthopädie spezialisieren.

Geburtshilfe nur noch in Minden

Und in Lübbecke und Bad Oeynhausen ist geplant, die Station für Geburtshilfe zu schließen. Eine solche Station gäbe es dann nur noch am Johannes Wesling Klinikum in Minden. Besonders diesen Punkt kritisieren Kommunalpolitiker und Bürger. Dementsprechend begrüßte die SPD-Kreistagsfraktion Minden-Lübbecke die Absage der Umstrukturierungspläne in einer ersten Stellungnahme.

Klinik-Management verteidigte Umgestaltung

Durch die Spezialisierung werde die Fachkompetenz in jeder der vier Kliniken der Gruppe zunehmen. Das sei wichtig, weil die Patienten heutzutage nicht mehr das nächst gelegene Krankenhaus, sondern die besten Fachärzte wählen würden, sagte ein Sprecher des Konzerns.

Stand: 22.06.2018, 17:41