Arnsberger wegen Waffenschmuggels verurteilt

Arnsberger wegen Waffenschmuggels verurteilt 00:28 Min. Verfügbar bis 13.02.2021

Arnsberger wegen Waffenschmuggels verurteilt

Von Heinz Krischer

  • Arnsberger muss vier Jahre und zwei Monate ins Gefängnis
  • Mindestens 70 Pistolen verkauft
  • Abnehmer Kriminelle in ganz Deutschland

Das Landgericht Arnsberg hat am Donnerstag (13.02.2020) einen früheren Mitarbeiter der Arnsberger Waffenfirma Umarex zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Der 47-jährige Mann habe über Jahre Pistolenteile aus der Fabrik geschmuggelt, um sie zuhause zusammenzubauen und sie an Kriminelle weiter zu verkaufen.

Umarex

Vor Gericht gestand der Mann die Taten. Um die Kontrollen am Ausgang der Waffenfirma zu umgehen, habe er beispielsweise die Teile in einer Abfallkiste mit Metallspänen versteckt. Wenn er diese Kiste aus dem Gebäude zum Schrottcontainer fuhr, konnte er unbemerkt die Waffenteile in sein auf dem Hof geparktes Auto packen.

Mit Heimarbeit-Material Waffen geschmuggelt

Außerdem schmuggelte er Teile für Waffen aus der Fabrik, indem er diese unter das Material für legale Heimarbeit mischte. Mindestens 70 Pistolen der Marke Walther P22 soll er so produziert und verkauft haben. Sein Motiv: Er brauchte Geld.

Abnehmer im Rockermilieu

Er verkaufte die Pistolen an einen Hehler aus Menden. Der wiederum verkaufte die Waffen vor allem ins Rockermilieu. Der Mendener Hehler wurde deshalb zu vier Jahren und neun Monaten verurteilt.

Drogendealer erhält langjährige Haftstrafe

Auch weitere Abnehmer bekamen Gefängnisstrafen - darunter ein 26-Jähriger aus Hagen: Er wurde sogar zu acht Jahren verurteilt - bei der Durchsuchung seiner Räume fand die Polizei große Mengen Drogen.

Stand: 13.02.2020, 13:31