Urteil gefallen: Raub mit Todesfolge in Velen

Ein Mann geht in ein Gebäude mit weißem Eingangsbereich

Urteil gefallen: Raub mit Todesfolge in Velen

  • Hohe Haftstrafen für Räuber
  • Velener vergiftet und ausgeraubt
  • Opfer war an Herzinfarkt gestorben

Wegen Raubes mit Todesfolge hat das Landgericht Münster am Montag (03.06.2019) zwei Männer und eine Frau aus Dorsten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen ihr Opfer vergiftet haben.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Drei vor gut einem Jahr einen 58-jährigen Mann in Velen mit Methadon und Insulin vergiftet und ihn ausgeraubt haben. Die Angeklagten müssen für dreizehneinhalb, elf und siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Laut Anklage soll das Trio vor mehr als einem Jahr einen Mann aus Velen gemeinschaftlich vergiftet und dann ausgeraubt haben.

Gift war im Kuchen

Dem Gericht zufolge haben die Angeklagten ihren Bekannten am Tattag besucht. Als Geschenk brachten sie einen Kuchen mit, in dem der Drogenersatzstoff Methadon eingebacken war, um den 58-jährigen zu betäuben. Später sollen die Angeklagten ihm noch Insulin und Alkohol verabreicht haben. Der Mann war daraufhin an einem Herzinfarkt gestorben.

Weil die Richter den Angeklagten glaubten, dass sie das Opfer nur betäuben, nicht aber töten wollten, wurden sie nicht wegen Mordes, sondern wegen Raubes mit Todesfolge und schwerer räuberischer Erpressung verurteilt.

Stand: 03.06.2019, 17:45

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