Mordversuch: Sieben Jahre Haft für Bocholter

Polizeifahrzeug steht vor dem Eingang des Landgerichts Münster

Mordversuch: Sieben Jahre Haft für Bocholter

  • 48-Jähriger wollte sich angeblich selbst töten
  • Auto absichtlich in den Gegenverkehr gelenkt
  • Mann war zum Tatzeitpunkt unter Drogeneinfluss

Vor dem Landgericht Münster ist am Donnerstag (12.12.2019) ein 48-Jähriger aus Bocholt unter anderem wegen eines Mordversuchs mit Vorsatz zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Bocholter hatte nach Überzeugung des Gerichts Ende April 2019 auf der Bundesstraße 67 sein Auto absichtlich mehrfach in den Gegenverkehr gelenkt.

Andere Fahrzeuge absichtlich gerammt

Die Richter waren überzeugt, dass sich der Mann im Straßenverkehr selbst das Leben nehmen wollte. Zum Tatzeitpunkt fuhr der Mann bereits seit zwei Jahren ohne Führerschein. Seine Frau hatte ihn gerade verlassen. Stark alkoholisiert und unter Drogeneinfluss soll er zwei entgegenkommende Fahrzeuge mit über 100 Kilometern pro Stunde gezielt gerammt haben.

Unfälle mit leicht Verletzten

Nur die schnelle Reaktion der entgegenkommenden Fahrer sorgte dafür, dass es keine Toten gab. Der 48-jährige darf fünf Jahre lang keinen Führerschein haben. Außerdem muss er in der Haft eine Sucht-Therapie machen.

Stand: 12.12.2019, 18:18