Onkel in Soest erstochen: Angeklagter nicht schuldfähig

Fassade des Landgerichts Arnsberg

Onkel in Soest erstochen: Angeklagter nicht schuldfähig

Ein 19-jähriger Mann, der in Soest im Juli 2020 seinen Onkel erstochen hat, muss nicht ins Gefängnis. Das Gericht hält ihn für schuldunfähig.

Der 19-Jährige hatte mit einem Messer auf seinen Onkel und seinen Großvater eingestochen. Der Onkel starb, der Großvater wurde schwer verletzt. Das Landgericht Arnsberg beurteilte den jungen Mann am Montag als psychisch krank und nicht schuldfähig.

Unterbringung in Psychiatrie zur Bewährung ausgesetzt

Eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus setzte das Gericht allerdings zur Bewährung aus. Die Richter begründen diese Entscheidung vor allem damit, dass sie glauben, dass der junge Mann nicht noch einmal zu solch einer Tat fähig sein wird.

Zum einen sei er mittlerweile medikamentös sehr gut eingestellt, er werde engmaschig von einer Tagesklinik betreut, sei in Therapie. Und seine Familie, selbst der schwer verletzte Großvater, stehe hinter ihm und behalte ihn im Blick.

Der junge Mann sei sehr kooperativ und bereue seine Tat. Bei Verstößen gegen die Bewährungsauflagen müsste er allerdings in eine geschlossene Klinik.

Stand: 12.01.2021, 19:27