Ex-Referendar aus Münster wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Justizia

Ex-Referendar aus Münster wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

  • fünf Jahre und neun Monate Haft
  • Missbrauch von fünf Jungen
  • umfassendes Geständnis

Das Landgericht Lüneburg hat am Mittwoch (12.02.2020) einen ehemaligen Referendar und Jugendbetreuer aus Münster wegen Kindesmissbrauchs zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Vorwurf: 120 Straftaten

Der 26-Jährige hatte vor Gericht gestanden, als Schwimm- und Fußballtrainer Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. Das Landgericht Lüneburg ging von 120 Straftaten aus.

Fünf Jungen soll der Mann missbraucht haben. Sein jüngstes Opfer soll neun, das älteste 15 Jahre alt gewesen sein. Der 26-Jährige wurde unter anderem auch für schuldig befunden, sexuelle Handlungen per Video aufgenommen zu haben. Diese soll er dann den Kindern zugeschickt haben.

Opfer mussten nicht vor Gericht aussagen

Als strafmildernd bewertete das Gericht, dass der Angeklagte während des Prozesses die Vorwürfe umfassend eingeräumt hatte. Damit habe er es den Opfern erspart, als Zeugen aussagen zu müssen. Außerdem will er therapeutische Hilfe annehmen.

Referendar in Münster

Die Ermittlungen waren nach Hinweisen der DLRG ins Rollen gekommen. Der 26-Jährige war für die DLRG als Betreuer bei Jugendfreizeiten in und um Lüneburg im Einsatz. Dabei soll es zu den Taten gekommen sein. Zuvor ist er als Referendar an einer Schule in Münster tätig gewesen.

Der junge Mann wurde im Juli 2019 in Münster verhaftet. Seitdem saß er in Untersuchungshaft.

Stand: 12.02.2020, 17:35

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