Urteil zu Kindesmisshandlung in Dorsten

Die Angeklagten (unkenntlich gemacht) mit ihren Verteidigern

Urteil zu Kindesmisshandlung in Dorsten

  • Mutter und Ex-Mann verurteilt
  • Kleinkind schwer misshandelt
  • Jugendamt schritt ein

Das Landgericht Essen hat am Montag (07.01.2019) eine 24-jährige Mutter aus Dorsten und ihren Ex-Mann verurteilt, weil sie den inzwischen dreijährigen Sohn der Dorstenerin schwer misshandelt hatten.

Während die Mutter eine Bewährungsstrafe erhielt, muss der 25-jährige Stiefvater eine Gesamtstrafe von neuneinhalb Jahren verbüßen. Die Mutter brach bei der Urteilsverkündung in Tränen aus, ihr mehrfach vorbestrafter Ex-Mann zeigte sich regungslos.

Hohe Strafen gefordert

Die Staatsanwaltschaft hatte deutlich höhere Strafen gefordert. Aber das Gericht hielt den Verurteilten zugute, dass sie sich im Prozess teils geständig und auch reumütig gezeigt hatten.

Junge lebensbedrohlich verletzt

Die beiden Angeklagten mit ihren Anwälten

Die Angeklagten waren teils geständig und reumütig

Nach Hinweisen von Nachbarn und der Großmutter hatten Mitarbeiterinnen des Jugendamtes das Kleinkind lebensbedrohlich verletzt und stark abgemagert in der Dorstener Wohnung gefunden. Die brutalen Misshandlungen gingen vom Stiefvater aus, ist das Gericht überzeugt. Die Mutter hingegen habe versäumt, ihren Sohn zu schützen.

Stand: 07.01.2019, 14:17