Bielefeld: Zehn Jahre Haft im Fall "versteckte Leiche"

Der Angeklagte Markus W. mit seinen Anwälten Peter Rostek (links) und Dr. Holger Rostek

Bielefeld: Zehn Jahre Haft im Fall "versteckte Leiche"

  • Mann wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt
  • Ehefrau getötet und Leiche in Garage versteckt
  • Gericht: "Kein Unfall beim Sex"

Weil er seine Frau getötet haben soll, muss ein Mann aus Bünde zehn Jahre in Haft. Das Bielefelder Schwurgericht hielt es am Donnerstag (06.06.2019) für erwiesen, dass der 48-jährige Angeklagte Ende November 2017 seine Ehefrau erwürgt und die Leiche in einer Garage versteckt hatte. Er wurde wegen Totschlags verurteilt.

Tod der Frau war kein Sex-Unfall

Dort war sie erst ein Jahr später zufällig gefunden worden. Die Obduktion des stark verwesten Körpers ergab, dass es sich um die 34-jährige Ehefrau des Verurteilten handelte. Der Familienvater hatte in der Verhandlung zwar zugegeben, seine Frau getötet zu haben. Das Ganze sei aber ein tragischer Unfall beim Sex gewesen.

In den Prozess hatten aber unter anderem die Mutter und Freundinnen der verstorbenen Natalie W. der Darstellung des Mannes widersprochen. Das Paar habe Eheprobleme und seit langem keinen Sex mehr gehabt.

Gericht: Ehefrau wollte sich trennen

Die Richter kamen stattdessen zu einer anderen Überzeugung: Demnach habe der Mann seine Ehefrau vorsätzlich erwürgt, weil sie eine Trennung angedroht hatte und er Angst hatte, das gemeinsame Kind nicht mehr sehen zu können.

Nach der Tat versteckte der wegen Betrugs vorbestrafte Deutsche dem Urteil zufolge die Leiche in der Garage. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Stand: 06.06.2019, 11:59