Teilerfolg für Dieselklage in Münster

Gebäude vom Landgericht Münster

Teilerfolg für Dieselklage in Münster

  • Ahlener Unternehmer klagt gegen VW
  • Entschädigung für drei Fahrzeuge
  • Beide Seiten gehen in Berufung

Im Rechtsstreit um VW-Dieselfahrzeuge hat ein Kläger aus Ahlen am Donnerstag (09.01.2020) einen Teilerfolg erzielt. In dem Fall geht es um denen Ahlener Krankentaxi-Unternehmer Adrian Blaschke, der seit über einem Jahr gegen Volkswagen vor dem Landgericht Münster klagt.

Blaschke wollte zehn VW-Diesel an den Autokonzern zurückgeben und dafür entschädigt werden. Die Richterin gab ihm allerdings nur für drei ältere Modelle aus seiner Firmenflotte recht. Insgesamt 30.000 Euro soll VW dafür zahlen.

Keine Entschädigung für sieben Fahrzeuge

drei VW-Dieselfahrzeuge

Für drei VW-Diesel bekommt der Ahlener Entschädigungen

Ein weiterer Wagen mit dem Schummelmotor EA189 hatte mittlerweile einen Unfall, weitere zwei wurden erst nach Bekanntwerden des Dieselskandals gekauft. Hier urteilte das Gericht, dass der Kläger also hätte wissen müssen, dass er manipulierte Diesel kauft. Deshalb stehe ihm keine Entschädigung zu.

Für die vier übrigen Autos mit einem neueren Motorentyp EA288 sah das Gericht keine vorsätzliche Schädigung des Kunden durch VW. Direkt nach dem Urteil kündigte Blaschke an, dass er nun vor das Oberlandesgericht Hamm ziehen will. Auch VW will in Berufung gehen.

Landgericht Münster verhandelt Diesel-Klage Lokalzeit2go - Münsterland 08.08.2019 00:46 Min. Verfügbar bis 08.08.2020 WDR Münster

Stand: 09.01.2020, 12:13