Landwirt aus Bocholt muss viereinhalb Jahre in Haft

Polizeifahrzeug steht vor dem Eingang des Landgerichts Münster

Landwirt aus Bocholt muss viereinhalb Jahre in Haft

  • Strafe für Brandstiftung und versuchten Mord
  • Landwirt beteuert Unschuld
  • Auslöser der Taten soll eine Zwangsräumung gewesen sein

Das Landgericht Münster hat am Donnerstag (31.10.2019) einen 57-jährigen Mann wegen Brandstiftung und versuchten Mordes in vier Fällen verurteilt. Der Bocholter Landwirt muss viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Gasleitungen aufgedreht

Bis zum Schluss hatte der Angeklagte im Prozess seine Unschuld beteuert. Doch die Richter am Landgericht Münster sahen das anders. Nach ihrer Überzeugung hat der 57- jährige Landwirt eine Lagerhalle seines Gehöfts in Brand gesetzt. Außerdem soll der Mann zwei Gasleitungen im Wohnhaus aufgeschraubt und brennende Kerzen aufgestellt haben.

Gerichtsvollzieher bemerken Gasgeruch

Hintergrund für seine Taten soll die bevorstehende Zwangsräumung seines Hofes gewesen sein. Zwei Gerichtsvollzieher mit zwei Begleitern erschienen zum Tatzeitpunkt am Gehöft. Sie bemerkten den Gasgeruch noch rechtzeitig und flüchteten. Zu einer Gasexplosion kam es glücklicherweise nicht mehr.

Stand: 31.10.2019, 20:00