Münster: Haft wegen Beihilfebetrugs in Millionenhöhe

Landgericht Münster

Münster: Haft wegen Beihilfebetrugs in Millionenhöhe

  • Betrug mit falschen Arztrechnungen
  • Über eine Million Schaden
  • Beamtenstatus geht verloren

Ein 59-jährigen Beamter des Landschaftsverbandes Münster muss wegen Betrugs der Beihilfekasse drei Jahren und neun Monaten ins Gefängnis. Das Landgericht Münster ging in seiner Urteilsbegründung am Donnerstag (30.08.2018) von einem gewerbsmäßigen Betrug aus.

Der verbeamtete Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe soll in etwa 250 Fällen die Beihilfe-Kasse betrogen haben. Diese übernimmt bei privatversicherten Beamten einen Großteil der ärztlichen Behandlungskosten. Der 59-Jährige hatte fingierte Arztrechnungen eingereicht.

Jahrelang keine Beanstandungen

Es dauerte mehr als fünf Jahre, bis die Betrugsmasche aufflog. Der 59-Jährige hatte zuletzt wiederholt veraltete Rechnungsformulare benutzt, so kam man ihm auf die Schliche. Der Schaden für die Beihilfekasse beträgt über eine Million Euro.

Keine Pensionsansprüche mehr

Vor Gericht hatte der LWL-Mitarbeiter gestanden und seinen Betrug unter anderem mit einer manischen Konsum-Sucht begründet. Die sah das Gericht aber nicht gegeben. Mit der Verurteilung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verliert der 59-Jährige auch seinen Beamtenstatus beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und sämtliche Pensionsansprüche.

Stand: 30.08.2018, 15:24

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