Weiterer Uranzug in Gronau gestartet

Demonstranten protestieren in Münster gegen weiteren Atomtransport von Gronau nach Russland

Weiterer Uranzug in Gronau gestartet

  • Zug fährt über Münster zum Hafen in Amsterdam
  • Kernkraftgegner demonstrieren
  • Protestschreiben an Merkel und Putin

Am späten Montagvormittag (22.06.2020) hat ein weiterer Uran-Transportzug die Uran-Anreicherungsanlage in Gronau verlassen. Sein Ziel ist Russland.

Proteste seit dem Morgen

Atomkraftgegner demonstrierten mit einer Mahnwache auf einer Eisenbahnbrücke in Gronau. Weitere Mahnwachen gab es in Münster, hier durchfuhr der Zug gegen Mittag auch ein ein Wohngebiet.

Transporte im Rhythmus weniger Wochen

Die Transporte mit abgereichertem Uranhexafluorid finden seit dem Sommer 2019 statt, in der Regel alle paar Wochen. Die Züge fahren von Gronau über Münster und das Ruhrgebiet nach Amsterdam, wo das Uran auf ein Schiff nach Russland verladen wird.

In der Vorwoche hatten rund 50 Umweltorganisationen und Anti-Atomkraft-Initiativen dem russichen Präsidenten Putin und Bundeskanzlerin Merkel einen Brief geschrieben. Darin forden sie die Politiker auf, die Transporte sofort zu stoppen.

Stand: 22.06.2020, 13:17