165 Tonnen Sperrmüll nach Unwetter in Soest

Unwetterbilanz Soest

165 Tonnen Sperrmüll nach Unwetter in Soest

  • Kostenlose Abholung nasser Möbel
  • 460 Anrufe bei städtischer Telefonhotline
  • Kommunalbetrieb sammelt 30 Lkw-Ladungen Müll ein

Keller, Wohnungen und Geschäfte waren vollgelaufen: Das Unwetter am 1. Juni hat große Teile der Einrichtung vieler Soester zerstört. Am Mittwoch (13.06.2018) hat die Stadt eine Bilanz ihrer Aufräum-Aktion gezogen.

Der Kommunalbetrieb hat mittlerweile gut 165 Tonnen Sperrmüll abgeholt – das entspricht etwa 30 Lkw-Ladungen. Extrem starker Regen am Freitag nach Fronleichnam hatte vor allem in der Soester Altstadt Schäden angerichtet. In einigen Straßen stand das Wasser zeitweise fast kniehoch.

Wasser stand in Kellern bis zur Decke

Die Regenmassen seien vom Haarstrang aus über die Einfallstraßen regelrecht in die Stadt geflossen, berichtete eine Sprecherin der Stadt. In einigen Kellern und Souterrainwohnungen hatte das Wasser anschließend fast bis zur Decke gestanden. Auch Geschäfte waren betroffen.

Sperrmüllberge in Wuppertal nach dem Hochwasser

Nicht nur in Soest gab es nach dem Unwetter extrem viel Sperrmüll.

Einige Tage danach richtete die Stadt eine Hotline ein. Betroffene konnten kaputte Möbel und Haushaltsgeräte kostenlos abholen lassen. 460 Mal klingelte das Telefon binnen einer Woche, teilte die Stadt mit. Dabei wurde auch klar, dass nur die Wenigsten gegen Unwetter-Schäden versichert sind.

Keine Hilfe vom Land

Wie hoch die Schäden insgesamt sind, lässt sich nach Aussage der Stadt nach wie vor nicht beziffern. Fest steht aber, dass es für die Betroffenen – anders als zum Beispiel in Wuppertal – keine finanziellen Hilfen vom Land gibt, erklärte Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer.

Unwetterbilanz Soest

Die Stadt werde dennoch versuchen, über die Bezirksregierung Arnsberg Unterstützung für ihre Aufräum-Aktion zu beantragen. Die habe etwa 50.000 Euro gekostet, schätzte der Bürgermeister.

Stand: 13.06.2018, 19:21