Polizei Höxter: Verdacht der Strafvereitelung im Amt

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Polizei Höxter: Verdacht der Strafvereitelung im Amt

  • Verdacht der Strafvereitelung im Amt in Höxter
  • Polizei Bielefeld geht Hinweisen nach
  • Taten könnten schon verjährt sein

Die Polizei Bielefeld geht einem Verdacht der Strafvereitelung im Amt nach. Zwei Beamte der Polizei Höxter sollen Hinweisen auf sexuellen Missbrauch von Kindern nicht nachgegangen sein, teilte die Behörde am Donnerstag (11.04.2019) mit.

Allerdings liegen die Ereignisse schon fast zehn Jahre zurück. Deswegen könnten sie verjährt sein. Die Staatsanwaltschaft Paderborn muss erst einmal klären, ob gegen die Beamten überhaupt ermittelt werden darf.

Eine Zeugin sagt, sie habe sich Ende 2009 an die Polizei Höxter gewandt und Hinweise auf einen Mann gegeben, der drei Kinder sexuell missbraucht haben sollte. Das ist mittlerweile bewiesen. Der Mann sitzt in Haft, weil er verurteilt wurde. Allerdings nicht nach den Hinweisen aus dem Jahr 2009, sondern erst im Jahr 2017.

Erste Hinweise im Jahr 2009

Die Ermittler müssen nun prüfen, ob die Polizeibeamten in Höxter die Hinweise der ersten Zeugin nicht ernst genug genommen haben.

Es ist schon der dritte Fall von Kindesmissbrauch in OWL, bei dem die Polizei Fehler gemacht haben soll. Im Fall Lügde hat das Innenministerium einen Sonderermittler eingesetzt, um mögliche Versäumnisse der Polizei Lippe aufzuklären.

In Bad Oeynhausen ist das Innenministerium noch nicht so weit gegangen, gegen die Polizei des Kreises Minden-Lübbecke laufen aber sogenannte Vorermittlungen. Das hat der Landrat dem WDR bestätigt.

Die Polizei soll mehr als ein Jahr gebraucht haben, um bei einem Verdächtigen einen Durchsuchungsbeschluss durchzusetzen. Der Physiotherapeut soll in Bad Oeynhausen Kinderpornos angefertigt haben.

Stand: 11.04.2019, 13:42