LWL soll Medikamententests an Heimkindern untersuchen

Zu sehen ist ein Gebäude des Landschaftsverband Westfalen Lippe in Münster.

LWL soll Medikamententests an Heimkindern untersuchen

  • Forderung an Landschaftsverband
  • Ehemalige Heimkinder wollen Aufklärung
  • Arzneimitteltests in Heimen

Der Verband ehemaliger Heimkinder fordert, dass der Landschaftsverband Westfalen Lippe Medikamentenversuche an Heimkindern untersucht. Bis in die siebziger Jahre hätten unzählige solcher Versuche mit Impfstoffen und Medikamenten in Heimen stattgefunden, sagt die Sprecherin des Verbandes, Doris Petras.

Der Landschaftsverband in Münster hat seit Jahrzehnten die Aufsicht über die Kinderheime und ist für deren Finanzierung zuständig. Außerdem fungiert er jetzt auch als Anlaufstelle für die Entschädigung von ehemaligen Heimkindern.

Archiv-Recherche notwendig

Der Heimkinder-Verband wirft dem LWL vor, er habe mögliche Medikamententests bislang nicht ausreichend aufgearbeitet. "Wir wissen, dass es in Bielefeld in den von Bodelschwinghschen Anstalten Medikamentenversuche an Kindern gegeben hat und die bekommen immerhin Zuwendungen vom LWL", so Doris Petras.

Es bestehe noch sehr viel Klärungsbedarf und vor allem die Notwendigkeit, in den Archiven zu recherchieren, "um sicher sein zu können, dass es weder Medikamentenversuche noch Menschenversuche in den Anstalten des Landschaftsverbandes gegeben hat."

Stand: 14.12.2018, 16:49

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