Uniklinik Münster plant Ambulanz für "Long-Covid"-Patienten

Long Covid

Uniklinik Münster plant Ambulanz für "Long-Covid"-Patienten

Die Uniklink Münster will im September eine Ambulanz für "Long-Covid"-Patienten eröffnen. Dort sollen Menschen Hilfe bekommen, die sich nach überstandener Corona-Infektion nicht ganz fit fühlen.

Andreas Havelt aus Beelen (Kreis Warendorf) gehört zu den Menschen, die nach überstandener Corona-Infektion unter Spätfolgen leiden. Das ist etwa jeder Zehnte. Die Kondition habe nachgelassen, er sei schneller erschöpft als vorher, sagt der 40-Jährige.

Beschwerden auch nach eineinhalb Jahren

Havelt hatte sich Anfang 2020 während eines Ski-Urlaubs im österreichischen Ischgl mit Corona infiziert. Der Krankheitsverlauf sei eher mild gewesen: Fieber, Husten, allgemeine Schwäche, Appetitlosigkeit. Der Beelener war deshalb einige Tage im Krankenhaus. Doch jetzt, eineinhalb Jahre später fühlt er sich immer noch nicht fit.

Behandlung dringend empfohlen

Für Patienten wie Havelt erarbeitet Dr. Melanie Mersch von der Uniklinik Münster zusammen mit Kollegen ein ambulantes Behandlungsangebot. Nach ihrer Erfahrung kämpfen "Long-Covid"-Patienten oft mit eingeschränkter Konzentrations- und Merkfähigkeit. Die Medizinerin bedauert, dass der Kontakt zu den betroffenen Patienten nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus oft abreißt, obwohl eine weitere Behandlung der Spätfolgen ratsam wäre.

Ambulanz als Anlaufstelle

Im September will die Uniklinik Münster die Ambulanz eröffnen. Neben "Long-Covid"-Patienten können sich dort auch Menschen melden, die nach einer Behandlung auf einer Intensivstatíon unter körperlichen und psychischen Einschränkungen leiden.

Stand: 27.07.2021, 20:00