Uni Siegen: 29 geflüchtete Lehrer weitergeschult

Teilnehmerinnen des Programms "LehrkräftePLUS"

Uni Siegen: 29 geflüchtete Lehrer weitergeschult

Von Gaby Rosenkranz

An der Uni Siegen ist das Projekt "LehrkräftePLUS Siegen" offiziell gestartet. Geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer werden weiterqualifiziert, um später an NRW-Schulen arbeiten zu können.

120 Bewerbungen sind bei der Uni für das Programm eingegangen, 29 haben es am Ende geschafft, elf Frauen und 18 Männer. Die Teilnehmer kommen aus der Türkei, Syrien, dem Iran und Albanien. Voraussetzung für die geflüchteten Lehrer und Lehrerinnen war unter anderem ein Universitätsabschluss. Außerdem müssen sie im Heimatland bereits in ihrem Beruf gearbeitet haben.

Nach einem Jahr in die Schule

Die Weiterqualifizierung, die in Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg stattfindet, dauert ein Jahr. Ist diese erfolgreich abgeschlossen, können die Absolventen an einem Fortsetzungsprogramm teilnehmen. Das bedeutet, sie werden für maximal zwei Jahre in Teilzeit an Schulen angestellt. Während dieser Zeit werden sie kontinuierlich weiterqualifiziert.

Tandempartner stehen zur Seite

Für die gesamte Dauer des Projektes stehen den Geflüchteten so genannte Tandempartner zur Seite. Das sind Lehramtstudierende der Uni Siegen, die den Teilnehmenden helfen, wenn es Fragen gibt oder sie sich einfach nur mal austauschen möchten. Auch die Bezirksregierung will die 29 Lehrer auf ihrem Weg zurück in die Berufstätigkeit bestmöglich unterstützen.

Mathe und Englisch stehen auf dem Stundenplan

Die jeweiligen Fächer, in denen die Teilnehmenden später unterrichten werden, sind Mathematik, Englisch, Chemie, Biologie und Physik. Auch sprachliche, pädagogisch-didaktische, fachliche und interkulturelle Weiterbildungen stehen auf dem Programm. Ist die Weiterqualifizierung erfolgreich abgeschlossen, hat jeder die Chance auf Dauer im Schuldienst des Landes NRW zu arbeiten.

Stand: 19.10.2020, 18:20