Ungeimpfter Pfarrer in Werl freigestellt

Ungeimpfter Pfarrer darf nicht mehr predigen 02:20 Min. Verfügbar bis 13.01.2023

Ungeimpfter Pfarrer in Werl freigestellt

Kreis Soest. Die evangelische Kirchengemeinde in Werl hat einen Pfarrer freigestellt, weil er nicht gegen Corona geimpft ist. Damit folgt das Presbyterium der Empfehlung der Westfälischen Landeskirche, wonach Pfarrer eine besondere Fürsorgepflicht für die Gemeinde haben.

Es sei ein zu großes Risiko für die Kirchengemeinde, so der Vorsitzende des Kirchenkreises Werl. Man könne nicht ausschließen, dass der Pfarrer bei einem Gottesdienst oder einer Taufe Kirchengänger infiziert.

Pfarrer wartet auf Totimpfstoff

Die evangelische Kirchengemeinde in Werl

Die Kirche würde sich dann erheblichen Vorwürfen ausgesetzt sehen. Der bei vollen Gehalt freigestellte Pfarrer ist nach eigenen Angaben kein Impfgegner. Er wolle aber auf einen klassischen Totimpfstoff warten, dem er mehr vertraue. Einen solchen Impfstoff gibt es aber noch nicht.

"Gleiche Regeln für alle"

Hinter die Entscheidung des Presbyteriums in Werl stellt sich neben der Landeskirche auch der Kirchenkreis Soest. Zur Begründung sagte der stellvertretende Superintendent Thomas Hartmann: "Es ist nicht vertretbar, von den Gemeindemitgliedern, die zum Gottesdienst kommen einen Impfstatus zu verlangen und das bei den eigenen Mitarbeitern nicht zu tun."

Stand: 13.01.2022, 15:18