Schwerer Verkehrsunfall mit zwei Toten im Kreis Herford

Polizisten und Feuerwehrleute an einer Unfallstelle

Schwerer Verkehrsunfall mit zwei Toten im Kreis Herford

  • Mögliche Ursache: Fahrer fuhr deutlich zu schnell in Kurve
  • ein Verletzter schwebt weiter in Lebensgefahr
  • 90 Einsatzkräfte vor Ort

Zwei junge Männer sind bei einem schweren Verkehrsunfall im Kreis Herford ums Leben gekommen. In Hiddenhausen fuhr am Donnerstagmorgen (26.12.2019) gegen 3.40 Uhr ein Auto mit vier jungen Leuten im Alter von 21 bis 25 Jahren eine Landstraße in Richtung Herford. Wie die Polizei mitteilte, geriet ein entgegenkommender Wagen, gelenkt von einem 23-Jährigen, in den Gegenverkehr. Die Verkehrskommissare gaben am Freitag (27.12.2019) bekannt, dass der Fahrer des Golfs wohl deutlich zu schnell in eine Kurve gefahren ist und deswegen in den Gegenverkehr geriet.

Der Unfallverursacher verstarb an der Unfallstelle

Die Fahrzeuge wurden bei dem Aufprall total zerstört, wie Bernd Gante, Einsatzleiter der Feuerwehr Hiddenhausen mitteilte. "Dabei riss das Heck des Golfs ab und schleuderte etwa 50 Meter in ein angrenzendes Waldstück. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation verstarb der 23-Jährige noch an der Unfallstelle." Ob der Unfallverursacher nicht nur zu schnell, sondern auch alkolisiert war, konnte die Polizei nicht mehr feststellen.

Durch den Zusammenstoß wurde auch ein 25-jähriger Beifahrer im anderen Unfallwagen tödlich verletzt. Er starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Die weiteren Unfallbeteiligten wurden schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. 

Drohne sucht mit Wärmebildkamera

Da die Rettungskräfte nicht ausschließen konnten, dass weitere Personen verunglückten und aus den havarierten Fahrzeugen geschleudert wurden, suchten Feuerwehr und Polizei das angrenzende Waldstück mit Wärmebildkameras ab. Eine Drohne der Feuerwehr Bünde, ebenfalls ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, wurde zur Unterstützung hinzugezogen, um den Unfallbereich aus der Luft abzusuchen. Weitere Unfallbeteiligte wurden in der Nacht nicht gefunden.

Seelsorger im Einsatz

Um die schrecklichen Bilder zu verarbeiten, wurden Ersthelfer vom Deutschen Roten Kreuz an der Unfallstelle von drei Notfallseelsorgern betreut. Auch für die etwa 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde ein Team zur psychisch-sozialen Unterstützung an der Feuerwache positioniert. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, können auch Polizeibeamte auf solche Maßnahmen zurückgreifen.

Stand: 27.12.2019, 12:51