Sundern: Schüler im Chemie-Unterricht schwer verletzt

Ein Rettungshubschrauber des ADAC

Sundern: Schüler im Chemie-Unterricht schwer verletzt

Am städtischen Gymnasium in Sundern im Hochsauerland hat es einen schweren Unfall im Chemie-Unterricht gegeben. Laut Polizei wurde ein 14-jähriger Schüler bei einem Außen-Experiment schwer verletzt.

Der Unfall habe sich bei einem ganz üblichen Schulversuch ereignet, so der Schulleiter auf WDR-Nachfrage. Demnach sollte der Schüler eine Thermit-Mischung anzünden, die in einer Sandschale auf dem Boden stand. Normalerweise dauere es einige Sekunden, bis die Mischung reagiert - stattdessen habe es eine Stichflamme gegeben.

Schwere Verbrennungen

Der 14-Jährige erlitt schwere Verbrennungen an der Hand. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in ein Krankenhaus. Er wird in einer Spezialklinik behandelt.

Schriftliche Gefährdungsbeurteilung

Die Schule weist alle Schuld an dem Unfall von sich. Es habe weder Fehler bei der Vorbereitung, noch bei der Durchführung des Experiments gegeben. Nach Auskunft des Schulleiters werden alle Experimente, die mit Verbrennung zu tun haben, nach draußen verlegt. Außerdem müsse die Lehrkraft für solche Experimente jeweils eine Gefährdungsbeurteilung schreiben. Die liege der Schule vor.

Kriminalpolizei ermittelt

Die hat eher den Verdacht, dass die bestellte Thermitmischung fehlerhaft gewesen sein könnte. Damit beschäftigt sich jetzt die Kriminalpolizei. Sie hat die Mischung sichergestellt und untersucht sie.

Stand: 22.09.2021, 17:18