Beschäftigte beklagen Personalmangel an Uniklinik Münster

Beschäftigte beklagen Personalmangel an Uniklinik Münster

Viele Pflege-Bedienstete auf den Intensivstationen der Uniklinik Münster sind weiter unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen. Das hat eine aktuelle Umfrage unter den Beschäftigten ergeben.

Schon im November hatten sich die Mitarbeiter in einem Brandbrief über die ihrer Meinung nach unzumutbaren Zustände beschwert. Darin prangerten sie einen deutlichen Personalmangel an, der inzwischen sogar eine Gefahr für die Patienten darstelle.

Bislang keine Entlastung

In der Umfrage, die die Beschäftigten selbst gestartet hatten, beklagen die meisten, dass sich seitdem nichts Grundlegendes geändert habe. Nach wie vor seien die OP-Pläne zu voll und die Dienstpläne zu eng getaktet. Nach einem Gespräch mit der Klinikleitung habe es bislang nur kleinere Maßnahmen gegeben, die keine wirkliche Entlastung gebracht hätten.

Leitung: Personalschlüssel oberhalb der Mindestgrenze

Die Klinikleitung hatte dagegen darauf hingewiesen, dass der Personalschlüssel oberhalb der Mindestgrenze liege. Und auch jetzt wies der Klinik-Vorstand die Kritik zurück. Um die Situation zu entlasten, würden bereits seit Dezember auf den Intensivstationen nicht mehr alle Betten belegt. Auch habe man deutlich weniger OP-Säle in Betrieb und es seien bereits acht Vollzeitstellen durch Zeitarbeitsfirmen besetzt worden.

Uniklinikum Münster: Intensivpflege am Limit Lokalzeit Münsterland 23.02.2021 02:39 Min. Verfügbar bis 23.02.2022 WDR Von Janina Ribeiro

Intensivstationen: Wann wird es eng? Quarks – Corona in 5 Minuten Folge 18 10.11.2020 05:06 Min. UT DGS Verfügbar bis 10.11.2025 WDR

Stand: 23.02.2021, 15:19