Im sauerländischen Sundern hat ein 20.000 m² großer Wahldhang gebrannt.

Überwachungsflüge gegen Waldbrände

Stand: 19.07.2022, 07:27 Uhr

Das NRW-Innenministerium hat angeordnet, die Wälder in Ostwestfalen-Lippe ab Dienstag per Flugzeug auf mögliche Brände hin zu kontrollieren.

Am Dienstag und Mittwoch sollen pro Tag je zwei Flüge starten: einer am Vormittag und einer am Nachmittag. Die Flugroute geht dabei im „Zick-Zack-Kurs“ über die Gebiete rund um das Naturschutzgebiet Senne, große Moorflächen und Waldgebiete in Ostwestfalen-Lippe.

Ziel der Überwachungsflüge sei es, schnell Informationen über mögliche Feuer in einem Wald oder einem Graslandgebiet zu bekommen und die Feuerwehrleitstellen der Kreise zu informieren.

Überwachungsflüge mit heimischen Experten

Das Flugpersonal ist speziell darauf geschult, Brände sehr früh aus der Luft zu erkennen und die Einsatzkräfte zum Brandort zu leiten. Am Steuer des Überwachungsflugzeugs für OWL sitzt ein Pilot des Luftsportvereins Oerlinghausen. Mit ihm fliegen ein Mitglied der Feuerwehr und ein Mitarbeiter des Regionalforstamts.

Angespannte Lage in den Wäldern

Wegen der anhaltenden Trockenheit, Hitze und dem vielen Totholz in den Wäldern gehen die Regionalforstämter und der Deutsche Wetterdienst von einer erheblichen Waldbrandgefahr aus.

"Das Grillen und offene Feuer sind im Wald grundsätzlich verboten. Das gilt im Moment auch für das Rauchen", sagt Ulrich Waschkowski vom Dezernat für Gefahrenabwehr. Er appelliert außerdem: "Versperren Sie mit Ihren Autos keine Waldwege und parken Sie nur auf befestigten Flächen, wie Schotter oder Asphalt."

Angesichts der Brandgefahr werden in Mönchengladbach und Bielefeld die öffentlichen Grillzonen gesperrt. In NRW kam es am Dienstag gleich zu mehreren, teils größeren, Waldbränden.

Über dieses Thema berichtete die Lokalzeit OWL im Radio auf WDR 2 am 19.07.2022.