Ein Polizist von hinten mit einem Polizei-Schriftzug auf dem Rücken

Katze überfahren: Ermittlungen eingestellt

Stand: 07.10.2022, 08:39 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Detmold hat die Ermittlungen gegen zwei Polizisten eingestellt. Sie hatten Ende August eine schwer verletzte Katze mit ihrem Streifenwagen überfahren.

Eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz sei das nicht gewesen, so die Detmolder Staatsanwaltschaft. Den Polizisten könne keine Rohheit vorgeworfen werden.

Staatsanwaltschaft sieht Grund für Tötung

Ende August hatten die Beamten in Barntrup im Kreis Lippe eine schwerverletzte Katze am Fahrbahnrand entdeckt. Weil sie das Tier offenbar möglichst schnell von seinen Leiden erlösen wollten und eine Rettung für unmöglich hielten, sei die Katze nicht ohne vernünftigen Grund getötet worden.

Sie zu erschießen, hätten die Polizisten aus Sorge vor Querschlägern für zu gefährlich gehalten. Daher habe sich einer der Beamten in den Streifenwagen gesetzt und die Katze überfahren. Laut Polizei war ein Tierarzt am frühen Morgen auf die Schnelle nicht erreichbar gewesen.

Fall sorgt in sozialen Medien für Aufsehen

Alle paar Wochen hätten Polizeibeamte mit einem solchen Fall zu tun, so ein Polizeisprecher – sowohl mit verletzten Wild- als auch Haustieren: "Sowas macht keiner gerne." Meistens werde dabei geschossen.

Da die Katze auf hartem Untergrund lag, hätten die Beamten das wegen befürchteter Querschläger als zu gefährlich eingeschätzt. Der Fall hatte in sozialen Medien für Aufsehen gesorgt und auch den Innenausschuss des Landtages beschäftigt.

Über dieses Thema berichtete der WDR in der Lokalzeit OWL im Radio auf WDR 2.