NRW-weit einmaliges Verfahren: Asbestsanierung in Lüdenscheider Tunnel

Asbest-Sanierung Rathaustunnel Lüdenscheid 00:49 Min. Verfügbar bis 14.01.2021

NRW-weit einmaliges Verfahren: Asbestsanierung in Lüdenscheider Tunnel

  • NRW-weit einmaliges Verfahren 
  • Sanierungskosten von mehr als 12,7 Millionen Euro 
  • Voraussichtliches Ende der Arbeiten verzögert sich

Die Probesanierung des Lüdenscheider Rathaustunnels steht kurz vor dem Abschluss. Und die Asbestsanierung startet in den kommenden Wochen. Das wurde am Dienstag (14.01.2020) bekannt. Viele Autofahrer haben sich an den Anblick mittlerweile gewöhnt. Eine Tunnelröhre ist hermetisch abgeriegelt, durch die andere können die Autofahrer nur im Schritttempo fahren. Von den Wänden bröckelt der Putz, die altersschwachen Lampen geben kaum Licht. 

Laboruntersuchungen bestätigen Asbestverdacht  

In der abgesperrten Tunnelröhre wird seit Wochen fleißig geforscht und gearbeitet. Ingenieure haben an 55 Stellen Proben von der Decke und den Wänden entnommen. Laboruntersuchungen haben dann den krebserregenden Stoff bestätigt. Jetzt wird geforscht, wie die verseuchten Deckenplatten, die Farbe und Spachtelmasse entfernt werden können. 

Sanierungskosten von 12,7 Millionen Euro werden wohl deutlich steigen

Asbest-Sanierung des Rathaustunnels in Lüdenscheid

Sanierungsarbeiten am Lüdenscheider Rathaustunnel

Eine Möglichkeit sind Sandstrahlen. Auch Trockeneis, das anschließend verdampft, kann zum Einsatz kommen. Auf die Arbeiter von Straßen.NRW kommen harte Arbeitsbedingungen zu. Sie arbeiten in einem hermetisch abgeriegelten Bereich des Tunnels in Schutzkleidung und mit Schutzmasken - maximal zwei Stunden. Länger kann man ihnen diese Belastungen nicht zumuten. Dann müssen sie wieder durch die Luftschleuse raus. Die Sanierungskosten werden wohl mehr als 12,7 Millionen Euro betragen.

Zeitaufwendige Umwege für Autofahrer 

Seit mehr als einem Jahr ist die wichtige Verkehrsverbindung in der Lüdenscheider Innenstadt in eine Richtung gesperrt. Autofahrer müssen lange Umwege fahren. Eigentlich sollten die Arbeiten 2021 abgeschlossen sein. Doch daraus wird wohl nichts. 

Stand: 14.01.2020, 15:43