Trockenheit: Früher Herbst in NRW

Welkes Laub vor grünen Bäumen

Trockenheit: Früher Herbst in NRW

  • Bäume trocknen aus und werfen Blätter ab
  • Ursache sind Regenmangel und heißes Wetter
  • Stadt Bielefeld fordert Bürger zum Gießen auf

Flachwurzelnde Bäume wie Birken und Pappeln lassen ihre Blätter hängen und werfen ihr Laub ab. Die älteren können durch solche Schutzmaßnahmen der Wetterlage einige Zeit lang trotzen. Aber junge Bäume und frisch gepflanzte Kulturen sind gefährdet, da sie noch nicht tief genug im Erdreich wurzeln, um dort letzte Wasserreserven nutzen zu können.

Nur noch große Wassermengen helfen

Durch intensive Bewässerung soll der Überlebens-Stress der Bäume abgepuffert werden. Die rund einhunderttausend Bäume in Bielefeld bekommen je nach Größe zwischen 50 und 200 Liter täglich. Mit Tankwagen und Schläuchen wird das Wasser möglichst nahe an die Wurzeln der Bäume gebracht. Mit 70.000 Liter Wasser startet der Bielefelder Umweltbetrieb morgens, im Laufe des Tages wird nachgefüllt.

Privatinitiative beim Wässern gefragt

Bäume benötigen Wasser

Totzdem bittet Thomas Finke Privatleute um Hilfe: "Zu viel Wasser gibt es eigentlich nicht." Wenn Bürger alle zwei oder drei Tage dem Baum vor der Haustür zwei, drei Eimer Wasser gäben, "wäre das schon super."

Notstand auch im Rheinland

Forstdirektor Uwe Schölmerich, Leiter des Regionalforstamts Rhein Sieg-Erft, wünscht sich Regen. Er ist verantwortlich für 27 Reviere und eine Waldfläche von etwa 60.000 Hektar, das zweitgrößte Regionalforstamt des Landes Nordrhein-Westfalen. In der näheren Zukunft sollen die ersehnten Niederschläge kommen, allerdings nicht auf einmal, sondern auf mehrere Tage verteilt. Eigentlich bräuchten die Bäume jetzt eine Woche Dauerregen, damit sich die Böden wieder mit Wasser vollsaugen könnten.

Stand: 09.07.2018, 17:09