Quellen trocken – Dörfern im Sauerland fehlt Wasser  

Westernbödefeld geht das Wasser aus

Quellen trocken – Dörfern im Sauerland fehlt Wasser  

In einigen Dörfern im Sauerland wird das Trinkwasser knapp. Sie können sich nicht mehr aus eigenen Quellen versorgen und müssen größere Wasserwerke um Hilfe bitten.

Das betrifft aktuell drei Dörfer bei Schmallenberg, drei im Kreis Olpe und eins in Wittgenstein. Zweimal pro Woche bringt derzeit ein Tankwagen 17.000 Liter Wasser zum Beispiel von Bad Fredeburg nach Westernbödefeld – in etwa die Tagesration für 130 Menschen und Kühe. Das Wasser verkaufen die Stadtwerke Schmallenberg.

Die betroffenen Dörfer versorgen sich aus eigenen Quellen. Das kostet wenig und klappt meist gut. Doch dieser Sommer war zu trocken. Experten schätzen, dass mindestens zwei Wochen Dauerregen nötig sind, um die Quellen aufzufüllen.

Klimawandel macht Wasser teuer

Die Wasservereine überlegen wie sie die Versorgung sichern, wenn die Sommer künftig häufiger trocken sein werden. Ein Weg wäre es zusätzliche Quellen anzuzapfen. Aber in vielen Orten gibt es die nicht mehr.

In Schmallenberg oder in Kirchhundem gibt es auch Pläne, die Dörfer mit Leitungen zu verbinden, damit sie sich untereinander aushelfen können. Das heißt aber auch, es muss kräftig investiert werden. Der Klimawandel wird das Trinkwasser in den Dörfern teurer machen.

Quellen trocken gefallen [WDR 5 Westblick]

02:35 Min.

Stand: 11.10.2018, 13:13